Ausländische Schlachttiere als "österreichisches" Qualitätsfleisch
vermarktet

Der Dachverband der oö. Tierschutzorganisationen sucht eine Zusammenarbeit
mit Politikern aller Parteien und anderen Verantwortlichen aus dem Bereich
Konsumentenschutz, Landwirtschaft und Umweltschutz, sowie den Medien des
Landes. Es gilt die Bevölkerung besser darüber aufzuklären, dass
Schlachttiere aus Belgien, Holland usw. nach unnötig langem Transport zu
"österreichischen" Fleischprodukten verarbeitet werden. Unter dem Slogan "JA
zu A" werden die ausländischen Tiere dann vermarktet.

Diese irreführende Kennzeichnung schadet
1. unseren heimischen Bauern, die dem Preisdruck kaum standhalten können
2. den Konsumenten, wenn die ausländische Billigstproduktion
gesundheitsgefährdende Risiken enthält
3. den Tieren, die auf den langen Transporten oft unsagbare Qualen erleiden
müssen.

Für die nächste Zeit ist eine medienwirksame gemeinsame Aktion von Politik,
Landwirtschaft, Umwelt,- Konsumenten- und Tierschutz gegen die
internationalen Schlachttiertransporte geplant. Die oberösterreichischen
Grenzübergänge, Fahrtrouten und Schlachthäuser mit ausländischer Zulieferung
werden schon seit einiger Zeit observiert.
Vom 01.01.99 bis 14.09. 99 wurden zB 193.402 Schlachtschweine nach
Oberösterreich verbracht.

Alle Landsleute, von unserem Landeshauptmann bis zum Landwirtschaftsminister
und unserer Konsumentenschutzministerin, sind eingeladen, sich an dieser
Kampagne zu beteiligen.
Bitte geben Sie uns bekannt, ob und in welcher Form Sie mithelfen können und
wollen, diese Missstände zu beseitigen.


Dr. Friedrich Landa
Dachverbandspräsident der
oö. Tierschutzorganisationen
4602 Wels, Postfach 29

Tel. 07682 / 7666
+43 66 43 43 43 66

E-mail Adresse: tierschutz@t0.or.at
Homepage: http://www.t0.or.at/~tierschutz

O.Ö. Tierschutz-
initiative
Aurolzmünster

Tierschutz
im
Unterricht

Bezirks-
Tierschutzverein
Braunau

Tierschutz
durch
Tierärzte

OÖ. Landestierschutzverein
und Verein für Naturschutz

Linzer
Tierschutzverein

Österreichischer
Arbeitskreis
zur Befreiung
gequälter Tiere

Tierschutzverein
Ebensee

Tierschutzverein
"Franz von Assisi"

Tierschützer
und
Tierversuchsgegner
Salzkammergut

Verein
der Tierfreunde
Mattighofen

Verein
gegen
Tierfabriken

Tierschutzverein
Bezirk
Vöcklabruck

Welser
Tierschutzverein

Z  E  T
Zentrum für Ersatzmethoden von Tierversuchen



Belgischer Schweinetransporter an der Grenze in Suben gestoppt.
Die Tiere werden zu "österreichischem" Fleisch verarbeitet

Der Dachverband der oö Tierschutzorganisationen hat in der Nacht zum 17.
Sept in Zusammenarbeit mit dem Verein gegen Tierfabriken (VgT) zu ermitteln
versucht, wieviele internationale Schlachtviehtransporte täglich unsere
Grenze passieren.
Kurz nach Mittnacht konnte beobachtet werden, wie Gendarmeriebeamte einen
belgischen Schweinetransporter stoppten. Die Tierschützer nahmen an, der LKW
werde wegen des belgischen Dioxinskandals am Weiterfahren gehindert.
Neuerdings brauchen belgische Schweinetransporte ein Gesundheitsgutachten,
das die Unbedenklichkeit in Bezug auf Dioxin und PCB-Verseuchung bestätigt.
Am Morgen wurde die Ladung auch von der Amtstierärztin überprüft. Daraufhin
wurde der LKW von zwei Funkstreifenfahrzeugen zur Labestation des Landes
Oberösterreich nach Manzenedt bei St. Marienkirchen exkortiert. Dort musste
der Fahrer einen Teil der Tiere abladen, weil der Anhänger in drei
Stockwerken übereinander mit Schweinen total überfüllt war.
Dann fuhr der erste Teil der belgischen Schweinelieferung zu einem
österreichischen Schlachthof, wo sich die belgischen Schweine auf wundersame
Weise in österreichisches Qualitätsfleisch verwandeln. Sobald die
angelieferte ausländische Ware durch 50% Wertschöpfung nach der Verarbeitung
um mehr als die Hälfte teurer wird, bekommt sie ganz legal das "A" für
österreichische Qualität. So werden die Konsumenten für dumm verkauft! Es
braucht sich also niemand zu wundern, wenn demnächst im "österreichischen"
Qualitätsfleisch jene giftigen Substanzen gefunden werden, die im Ausland
durch Verfütterung entsorgt wurden. Der freie Warenverkehr macht's möglich!
Leidtragende sind unsere Bauern, denen durch die ausländische
Billigstproduktion die Agrarpreise kaputt gemacht werden, die qualvoll durch
halb Europa transportierten Tiere und die betrogenen Konsumenten.
Der Tierärztin Frau Mag. Schirz, sowie der Exekutive sei für ihren Einsatz
im Namen der Tiere gedankt.