EU Kommission reagiert mit Mahnschreiben
auf Waldvogelfang im oö. Salzkammergut

Nach Prüfung der vom Dachverband der oö. Tierschutzorganisationen
eingebrachten Beschwerde betreffend Waldvogelfang im Salzkammergut, ergeht
an die Republik Österreich ein Mahnschreiben der Europäischen Kommission,
Generaldirektion Umwelt (Gesetzgebung und Anwendung des Gemeinschaftsrechts)
wegen nicht vollständiger Erfüllung ihrer Verpflichtung entsprechend der
Richtlinie 79/409/EWG über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten . Die
EU-Kommission verweist in ihrer Mitteilung vom 21. 10.99 vor allem auf
Artikel 5 der Vogelschutzrichtlinie, einem Verbot "des absichtlichen...
Fangens... und des Haltens von Vögeln", die geschützt sind. Stieglitz,
Zeisig, Gimpel und Fichtenkreuzschnabel werden im oberösterreichischen
Salzkammergut aufgrund von Ausnahmebescheiden noch immer eingefangen und in
kleinen Käfigen bei Ausstellungen der Schönheit ihres Gefieders entsprechend
prämiert. Wie Gutachten eindeutig feststellen, erleiden die kleinen Tiere
vor allem beim Einfangen aber auch beim Gewöhnen an die Gefangenschaft
Todesangst. Deshalb gilt im oö. Gesetz zum Schutz der Tiere "das Einfangen
wildlebender Tiere" ausdrücklich als Tierquälerei. In einem Gutachten
wollten die Grünen im letzten Monat, mit Unterstützung der Freiheitlichen,
vom oö. Landtag prüfen lassen, ob der Vogelfang mit dem Tierschutzgesetz
vereinbar ist. ÖVP und SPÖ haben diesen Antrag abgelehnt: "Es sei nicht
nötig, die eigene Gesetzgebung zu überprüfen", meinte der verantwortliche
SP-Landesrat Haider. Da die Verantwortlichen im Land Oberösterreich nicht
bereit sind, die Angelegenheit zu prüfen, hat dies nun die EU-Kommission
übernommen und die Republik Österreich gemahnt, die Vogelschutzrichtlinie
einzuhalten. Der Dachverband der oö. Tierschutzorganisationen wird dafür
sorgen, dass die Rechte der Tiere von den Landespolitikern nicht weiter
missachtet werden. Damit eine lokale Lobby im Land nicht die Politiker
veranlassen kann, trotz eindeutiger Tierschutzgesetze, Verordnungen mit
Ausnahmeregelungen zu beschließen, wäre ein bundesweites Tierschutzgesetz
erforderlich.

Dachverband der O.Ö. Tierschutzorganisationen
 4602 Wels, Postfach 29

  Präsident: Dr. Friedrich Landa Tel. 07682 / 7666

E-mail Adresse: tierschutz@t0.or.at
Homepage: http://www.t0.or.at/~

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