Präsident demonstriert NACKT gegen Pelz

Um auf die schrecklichen Qualen aufmerksam zu machen, die den Pelztieren
sowohl beim Fallenfang als auch in Pelztierfarmen zugefügt werden,
demonstriert der Präsident der oö. Tierschutzorganisationen am Freitag, 12.
Nov. pünktlich um halb Drei (14 Uhr 30) im Stadt-Zentrum von Linz
(Taubenmarkt) NACKT GEGEN DIE PELZMODE.
Dabei wird auch eine Alternative gezeigt: Zur Herstellung von Webpelz müssen
keine Tiere gequält und getötet werden.
Es wäre schön, wenn die Darbietung durch leichten Schneefall einen Flair von
vorweihnachtlicher, christlicher Nächstenliebe erhielte.
Wegen der voraussichtlich winterlichen Temperatur ist vorgesehen, im Zustand
der Unschuld das "Artenschutzzelt" in der Arkade zu besuchen. Die dort
gezeigte
bewusstseinsbildende Ausstellung über bedrohte Tiere, wird vom WWF, dem
Umweltministerium, dem Land OÖ ua.. dargeboten.


Wissenswertes über die Tierquälerei an Pelztieren:
50 - 70% der Pelze in Österreich kommen von ausländischen Pelzfarmen. Die
größten Pelzfarmen halten bis zu 500,000 Nerze. Die Sterblichkeit der
Pelztiere in den Käfigen ist sehr hoch. Etwa 20 - 30% der Jungtiere verenden
vor Beginn der Pelzsaison. Selbstverstümmelungen und Infantizid durch die
Mütter sind allgemein bekannte "Probleme" auf Pelzfarmen. Einschlägigen
Studien zufolge sind die Pelzfarmtiere praktisch ausnahmslos schwer geistig
gestört und neurotisch. Sie zeigen stereotype Bewegungen, schlagen die Köpfe
gegen die Käfigwand oder springen monoton auf und nieder. Die Tötung der
Nerze erfolgt durch Vergasen (oft indem die Nerze in eine Kiste gestopft und
die Auspuffgase eines Traktors in die Kiste geleitet werden) oder durch
Genickbruch. Die Füchse werden mittels Stromschlag zwischen Afteröffnung und
Zunge getötet. (auf Video dokumentiert)
Pelz zu kaufen, verursacht unbeschreibliches Leid. Aus guten Gründen hat die
letzte Pelzzierfarm Österreichs schon vor Jahren schließen müssen.

Die restlichen 30 - 50% der Pelze in Österreich stammen vom Fallenfang aus
Alaska, Kanada und Rußland. Die Pelztiere werden in mittelalterlich
anmutenden Fangeisen aus Metall, sogenannten Tellereisen, gefangen. Diese in
der gesamten EU verbotenen Geräte haben die Eigenschaft so fest und rasch
zuzuschnappen, dass das Tier nicht entkommen kann, aber wiederum so leicht,
dass der Pelz des Tieres nicht beschädigt wird. So werden den gefangenen
Tieren durch die Fallen die Extremitäten gebrochen, oder sie werden um den
Hals oder Bauch in verzweifelter Lage festgehalten (auf Video dokumentiert),
bis die Fallensteller nach 1 bis 7 Tagen wieder einmal vorbeikommen.
Wassertiere ertrinken in Unterwasserfallen, Baumtiere hängen tagelang an den
Fallen von den Bäumen. Jährlich werden weltweit etwa 600 Millionen Tiere in
Tellereisen gefangen, um die Nachfrage der Pelzindustrie zu befriedigen.

Wer aus modischen Gründen unbedingt Pelz zu tragen wünscht, möge sich einen
Webpelz kaufen. Diese sind im Gegensatz zu den gegerbten Tierfellen
umweltfreundlich, weil recyclebar wie jede PET-Flasche! Ein Nerzmantel
benötigt 66 Mal mehr Energie als ein gleichwertiger Kunstpelzmantel. Für
einen Mantel aus Tieren müssen über 3 Tonnen Nahrung verfüttert werden. Das
Grundwasser wird durch enorme Mengen an Gülle verseucht. Für die Gerbung
werden Gifte und Schwermetalle in Massen verbraucht.

Die Zeiten sollten vorbei sein, da menschliche Eitelkeit wichtiger ist, als
unsere Rücksicht auf Umwelt und Tierschutz. Zum Schutz vor Kälte ist es
nicht mehr nötig, Tiere elendiglich quälen zu lassen.

Am Samstag, 11. Dez. 99 findet um 10 Uhr von der Wiener Oper ausgehend ein
Marsch durch die Innenstadt mit großer Abschlusskundgebung auf dem
Stephansplatz statt, für einen IMPORTSTOP GEGEN PELZE.

Dachverband der oö. Tierschutzorganisationen
4602 Wels, Postfach 29
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> Tel. 07682 / 7666
> +43 66 43 43 43 66
>
> E-mail Adresse: tierschutz@t0.or.at
> Homepage: http://www.t0.or.at/~tierschutz