Großdemonstration gegen den Tierpelzhandel

Der Dachverband der oö Tierschutzorganisationen beteiligt sich an der
Großdemonstration für einen Importstop gegen Tierpelze,
weil die Erzeugung von Pelz auf Tierquälerei beruht.
Samstag, 11. Dez. Wien.
Die oö. Tierschützer organisieren eine Busfahrt zur Demo.
Tel. 0 7612 47305 Frau Uschi Mayer

Treffpunkt Wien: 10 Uhr vor der Oper.
Ab etwa 11 Uhr wird der Demonstrationszug durch Wien
bis zum Stephansplatz ziehen
13 Uhr: Kundgebung am Stephansplatz
mit Ansprachen (ua. von Frau Dr. Madeleine Petrovic und Sprechern von
Tierschutzorganisationen), Musik und Kurzfilmen.
Es gibt auch warmes, veganes Essen.

 

Die Produktion von Pelz wurde in Österreich als Tierquälerei
anerkannt und ausnahmslos verboten. Der Tierpelzhandel lebt also nur noch
vom Import eines Produkts, dessen Herstellung in Österreich ILLEGAL ist. Die
Plattform gegen Pelzimporte fordert daher einen Importstop für Pelze.

Nachdem schon 1996 in der gesamten EU ein Fallenfang-Verbot für Pelztiere
erlassen wurde, verbreitet sich jetzt das Pelzfarmverbot wie ein Lauffeuer
über ganz Europa. Zunächst waren die Schweiz und Österreich Vorreiter, doch
mittlerweile haben Holland, Schweden und Norwegen ebenfalls Gesetzesvorlagen
für Pelzfarmverbote vor dem Parlament und z.T. schon umgesetzt. Und erst vor
einigen Tagen verkündete die britische Regierung, daß ab Jänner 2003 auch in
England, Schottland, Wales und Nordirland alle Pelzfarmen verboten sein
werden. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann die anderen EU-Länder
nachziehen.

Auf der ganzen Welt ist die Pelzindustrie in der Defensive. Weltweit sitzen
heuer 10% weniger Nerze und 23%(!) weniger Füchse in Pelzfarmkäfigen ein.
Proteste regen sich überall. Sei es in den USA, wo erst letzten Freitag, dem
sogenannten Fur Free Friday, in über 200 US-amerikanischen Städten gegen
Pelz demonstriert und insgesamt fast 50 Aktivisten bei spektakulären
Blockaden von Pelzgeschäften festgenommen wurden. Oder Großbritannien, wo es
in der Woche davor eine Aktionswoche gegen Pelze gab, in der alle 20 (!)
Pelzgeschäfte dieses Landes tagelang von Demonstranten belagert wurden. In
Deutschland, Holland, Belgien, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland,
Italien und der Schweiz, ja sogar in Polen, Rußland, Tschechien und der
Slowakei wurden in diesem Herbst z.T. sehr große Anti-Pelzdemonstrationen
veranstaltet. Bei der Tierrechtsdemonstration im Oktober in Rom waren etwa
20,000 Pelzgegner anwesend.
In Österreich wächst der Widerstand nicht minder. An einem typischen Samstag
gibt es in Österreich derzeit 6 (!) Pelzdemos, davon allein 3 in Wien, aber
auch in Innsbruck und Salzburg. Erst vor zwei Wochen demonstrierte der
Präsident des Dachverbands der oberösterreichischen Tierschutzvereine, daß
er "Lieber nackt als mit Pelz" - auch bei kalten Temperaturen - durch
Linz geht. In Wien, Prag, Brünn und Bratislava wurde Mitte Oktober an zwei
aufeinander folgenden Tagen gleichzeitig gegen die Pelzgeschäfte des
Pelzhauses Liska demonstriert, das in all diesen Städten Geschäftsstellen
unterhält.
Die Liste von Aktionen gegen Pelz ließe sich beliebig fortsetzen. Wir stehen
offensichtlich vor einem Werteumbruch in der Gesellschaft. Tiere sollen
keine Sachen mehr sein, die für Luxus beliebig leiden müssen. Tiere
verdienen Respekt und Achtung, und Rechte von Gesetzes wegen, die sie vor
Übergriffen gegen Leib und Leben schützen sollen, vor allem wenn es um so
"lebenswichtige" Dinge wie Mode und Ästhetik geht.

PLATTFORM GEGEN PELZIMPORTE
Telefon: 0676 5971514, Fax: 01 8038575
Email: plattform_gegen_Pelzimporte@hotmail.com
Rückfragehinweis: Dr. Martin Balluch, 0664/1240526