Singvogelfänger aus dem Salzkammergut wollen Wochenrundschau Bad Ischl
verklagen

Zwölf Singvogelfänger aus dem Salzkammergut haben von der Bad Ischler
Wochenrundschau durch das Linzer Rechtsanwälte-Büro Haslinger & Co in einer
Verpflichtungserklärung gefordert:

es zu unterlassen, zu behaupten, die Singvogelfänger würden aufgrund des
Vogelfanges tierquälerische Akte setzen, sowie Haustiere vergiften, Fenster
einschlagen, Autoreifen zerstechen und Terrorakte gegenüber Mitmenschen
vornehmen;
Als Entschädigung verlangen die Vogelfänger ATS 80.000,-- und Anwaltskosten
von der Wochenrundschau binnen 14 Tagen zu bezahlen. Widrigenfalls müsste
ein Gerichtsverfahren eingeleitet werden.

Der Herausgeber und verantwortliche Redakteur der Wochen Rundschau, Herr
Peter Huemer, der auch Obmann des "Tierschutzvereines Bad Ischl / Inneres
Salzkammergut" ist, vertritt mit dem "Dachverband der öo.
Tierschutzorganisationen" die Meinung, dass eine Klage mit anschließendem
Gerichtsverfahren eine gute Gelegenheit bietet, die Tierquälerei beim
Einfangen unserer Singvögel im Salzkammergut unter großem
Öffentlichkeitsinteresse publik zu machen.
So hat der Herausgeber der Wochen Rundschau Bad Ischl dem Linzer
Rechtsanwaltsbüro bereits mitgeteilt, "dass wir Ihrem Wunsch leider nicht
nachkommen können..."

Obwohl das Einfangen wildlebender Tiere im oö. Gesetz zum Schutz der Tiere
in einem eigenen Punkt ausdrücklich als eine besondere Form von Tierquälerei
aufgelistet ist, haben sich die verantwortlichen Landespolitiker aus Angst
vor einem Verlust von Wählerstimmen bisher nicht dazu durchringen können,
dafür zu sorgen, dass für die Tierquälerei des Singvogelfangens auch in
Oberösterreich keine Ausnahmegenehmigungen mehr erteilt werden.

Dr. Friedrich Landa
Geschäftsführer Tierschutz im Unterricht
Dachverbandspräsident der oö. Tierschutzorganisationen

07682 7666
+43 6643434366

Homepage: http://www.t0.or.at/~tierschutz
E-mail: tierschutz@t0.or.at