Ausländische Tiere in heimischen SchlachthöfenFast alle Bundesländer finanzieren mit Steuermitteln derzeit gemeinsam mit der AMA großzügigste Werbung für Rindfleisch. Macht man sich die Mühe ein wenig zu observieren, was an unseren heimischen Schlachthäusern so vor sich geht, sind da auch ganze LKW-Ladungen ausländischer Tiere zu sehen. Fragt man die Schlachthausverantwortlichen, warum denn nicht die Tiere unserer Bauern bevorzugt gekauft werden, erfährt man zum größten Erstaunen, dass es in Österreich angeblich nicht genügend Jungstiere gibt und die heimischen Bauern die Nachfrage nach Fleisch nicht decken können. Finanzieren also die Bundesländer eigentlich eine Werbung für ausländisches Rindfleisch? Um drei Schilling billigerFür die heimischen Bauern stellt sich die Problematik ganz anders dar! Sie klagen über den Preiskampf. Bohrt man noch etwas tiefer, wird auch vom Geschäftsleiter Gerald Hellweger der Salzburger Vieh- und Fleisch-Vermarktungs GMbH erwähnt, dass in Deutschland der Fleischpreis bei 31 liegt im Gegensatz zu 34 in Österreich. Der kleine Unterschied summiert sich, und da kauft der Raiffeisen-Schlachthof Salzburg/Bergheim so manche Ladung Jungstiere günstiger im Ausland und lässt sie die paar hundert Kilometer aus Schweinfurt (liegt schon fast an der Grenze zur ehemaligen DDR) anliefern. Import aus BSE-Risiko-LändernSeit 11. Juli sind solche Schlachttiertransporte, trotz BSE und anderer Seuchen, wieder gestattet. Auch beim Großschlachthof Handlbauer in Linz liefern ausländische LKW wieder billiges "Lebendgewicht" an. Was nicht auf BSE getestet, wird als "sicher" vermarktetMan braucht sich kaum Sorgen zu machen, dass jemals in Österreich ein BSE-Fall groß in die Öffentlichkeit kommt. Schließlich sind es die selben Verantwortlichen, die für Rindfleisch Werbung machen lassen und die die Tests anordnen. Die sind sich sicher, dass auf der Insel der Seligen kein BSE-Fall publik werden kann. Ohne diese Sicherheit wäre es ja Wahnsinn von den Politikern, Propaganda für Rindfleisch zu machen! Auch wenn die ausländischen Jung-Stiere aufgrund anderer Fütterungsmethoden BSE-verseucht wären, bestünde überHaupt keine Gefahr, dass ein BSE-Fall importiert werden könnte. Denn die Tiere werden gar nicht auf BSE getestet. In Österreich sind die Sicherheitsvorkehrungen vor BSE-Fällen so groß, dass es der Konsument, wenn überhaupt, erst am eigenen Hirnschmalz merkt, dass er von den Politikern wie Weichhirn behandelt wird: Bei uns in Österreich sollen die Einwohner durch Werbung, die mit ihren Steuergeldern finanziert wird, dazu gebracht werden, das zu fressen, was durch eine verfehlte Agrarpolitik zuviel produziert wird. Krankhafter FleischüberkonsumWas woanders mittels "Seuchen-Katastrophen" vom Markt genommen wird, sollen bei uns die Bürgerinnen und Bürger erledigen! Über für dumm verkaufte Konsumenten kann die Überproduktion viel kostengünstiger entsorgt werden. Nachdem in Österreich ein großer Teil der Bevölkerung sich schon mit zu viel und zu fett mit Fleisch fehlernährt, können Konsumenten, die sich durch die Fleischwerbung zu noch mehr Fleischkonsum überreden ließen, damit rechnen, aufgrund von Zivilisationskrankheiten wie Gefäßverengung, Krebs, Gicht usw. eher in den Genuss einer Frühpension zu gelangen. Bilddokumentation:Ausländischer Tiertransporter im Schlachthof Handlbauer Linz. (Anfang Juli)
Ausländische Tiere werden auf der Fahrt zum Raiffeisen-Schlachthof Salzburg/Bergheim vom Tiertransportwacheorgan kontrolliert und der Lenker wegen mangelhafter Einstreu mit einer Geldstrafe belegt. (18. Juli 2001 ca. 8 Uhr). Dr. Friedrich Landa ![]() ![]() ![]() ![]() |
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