Schlachthofdokumentation im ORF

    Ausschnitte von der Schlachthausdokumentation hätten schon im Juni im ORF gezeigt werden sollen. Aufgrund von Interventionen der Landwirtschaft wurde das Senden des Filmmaterials jedoch von höchster ORF-Intriganz unterbunden. Nachdem einen ganzen Sommer lang im ORF massiv volksgesundheitsgefährdende Werbung für Rindfleisch gezeigt wurde, können sich die Konsumenten nun in der Konfliktesendung darüber informieren, wie Fleisch hergestellt wird: Am morgigen Samstag, 8.9.2001, 17.55 Uhr, ORF 2: Konflikte (Redaktion Dr. Klaus Unterberger) mit Walter Schiejok, Marylies Fleming, Prof. J. Troxler und Dr. Plank. Es soll über 2 Minuten lang das Schlachthof-Video "Das Brüllen der Rinder" gezeigt werden, mit Kommentar von Dr. Plank vom "Verein gegen Tierfabriken". Dazu eine intensive Diskussion mit der EU-Abgeordneten der ÖVP Marylies Fleming, die vor laufender Kamera behauptet, dass die Hühnerbatteriehaltung EU-weit ab 2012, "dank ihrer ÖVP" ausnahmslos verboten sei.

    Bauernopfer für EU-Osterweiterung

    Auf der Landwirtschaftsmesse Ried wurden vor allem wieder die Bauern für dumm verkauft. Am Vormittag (5.9.2001) erklärte Landwirtschaftsminister Molterer mit treuherzigem Märtyrerblick, dass die Bauern sich vor der EU-Osterweiterung nicht zu fürchten brauchten und diese für die Landwirtschaft eine große Herausforderung und Chance sei. Das ist, als ob der Bauer seinen Tieren erklärte, dass ihnen im Schlachthaus nichts Böses droht.
    Wie es den Tieren im Schlachthaus und wie es, symbolisch angedeutet, unseren Bauern bei der EU-Osterweiterung ergehen wird, ist auf unserer Schlachthausdokumentation unter http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html bzw. auf unserer Homepage www.tierschutz.cc zu sehen: Völlig hilflos, kopfüber an einem Bein hochgezogen, werden sie bei vollem Bewusstsein an der Herzschlagader aufgeschnitten, und sie verbluten langsam unter verzeifeltem Brüllen.

    Tierschutz verbeißt sich tiefer in die Wadln der Schlächter

    Am Nachmittag gab es im Rondo der Schweinepästhalle eine Podiumsdiskussion: "Tierschutz im Spannungsfeld zwischen Konsumentenwunsch, Betriebswirtschaft und Praxis - Auswirkungen auf die Richtlinien des AMA-Gütesiegels".
    Wieder einmal versuchte Univ.-Prof. Dr. Josef Troxler von der Vet. in Wien, die Bauern von der Sinnhaftigkeit des Tierschutzes zu überzeugen. Nachdem von den Tierausbeutern immer wieder beteuert worden war, wie wichtig der Tierschutz für die Produktion sei, um den Profit zu maximieren, wurde von Tierschutzseite geschildert, welch unerträgliche Zustände in Oberösterreich bei Tierhaltung und Schlachtung dokumentiert werden mussten. Schlachthofbesitzer Großfurtner meldete sich zu Wort und berichtete, dass es kaum möglich sei, für das Schlachthaus Personal zu finden: Bei den vielen Vorschriften "müssten die Schlächter ja schon fast Akademiker sein, damit sie am Schlachthof arbeiten können." VLV-Geschäftsführer und Moderator DI Schlederer erklärte sich vor allen Anwesenden bereit, dafür zu sorgen, dass der Tierschutz in einem anderen oö. Schlachthof Dreherlaubnis bekäme. Auch mit Schlachthofbesitzer Großfurtner wurde zwecks weiterer Schlachthausdokumentationen Kontakt aufgenommen.
    Nur wenn der Tierschutz sich in die Kontrolle von Tierhaltung und Schlachthöfen einzubinden vermag, können wir das unsagbare Leid der Nutztiere ein wenig lindern.

    Dr. Friedrich Landa
    Dachverbandspräsident der oö. Tierschutzorganisationen
    Tel. 066 43 43 43 66



    Die Bilder zeigen nicht artgerechte Menschen- und Tierhaltung auf der Rieder Landwirtschaftsmesse:



    Bauer und Stier gehen einer schweren Zukunft entgegen

    Schwarze Wolken über der österreichischen Landwirtschaft

    Tierquälerei Nasenring

    Auch das ist Tierquälerei:

    Ohne Schwanzende können sich die Tiere nicht mehr Peiniger wie Fliegen, Mücken, Bremsen usw. vom Leib halten

    Podiumsdiskussion im Schweine-Rondo

    EU-Richtlinien müssen auch umgesetzt werden


    Noch eine interessante Meldung zum Thema:

    laut univ.vet.med.prof.troxler, der auch an der diskussion teilnimmt, ist der effekt des rueckenmark-zerstoerers (auf dessen eu-verursachte abschaffung in der oeffentl. diskussion gerne alles abgewaelzt wird) ausschliesslich die paralysierung des tieres (damit es leichter tranchiert werden kann) und nicht das zerstoeren des hirns, bzw. schmerzzentrums im hirn.


    zurück

    Nach oben