Bad Ischl, Samstag 15. Sept. nachmittag: Tierschützer demonstrierten vor dem Zirkus Belly, um auf die tierquälerischen Haltungs- und Dressurbedingungen in Zirkussen hinzuweisen. Gegen 16.00 Uhr trieb Zirkusbesitzer Roman Zinnecker zwei Elefanten unter die Kundgebung. In dem Tumult, der daraufhin entstand, wurden Transparente heruntergerissen, Flugblätter in den Dreck gestoßen und die Kundgebungsteilnehmer bedroht. Plötzlich schlug Zirkusbesitzer Zinnecker mit einem ca. einen Meter langen peitschenartigen Stock auf die Tierschützer ein. Nun stürzten sich auch andere Zirkusbeschäftigte auf die Demonstranten. Ich hatte all diese Vorgänge von einiger Entfernung aus gefilmt. Plötzlich merkte der Zirkusbesitzer, dass all die Gewalttaten gefilmt worden waren. Er lief auf mich zu, schlug wild auf mich ein, entriss mir die Video-Kamera und zerstörte sie, indem er sie auf den Boden schlug, bis sie in viele Einzelteile zerfallen war. Den Teil mit der Kassette, entwendete er. Auch ein Fotoapparat wurde von den Zirkusleuten demoliert. Die Exekutive kam leider erst, als die Aktivisten vom Verein gegen Tierfabriken schon krankenhausreif geprügelt waren. Sechs Tierschützer mussten im Krankenhaus Bad Ischl behandelt werden. Die Täter wurden wegen schwerer Körperverletzung, Raub und Sachbeschädigung angezeigt. Auch Personal vom Zirkus hatte sich beim Prügeln Verletzungen zugezogen. Die Exekutive gab an, es würde mit einem Suchhund im Zirkusgelände nach der entwendeten Mini-DV-Kassette gesucht. Auch ein Mann vom Bad Ischler Lokal-TV soll von weiter weg die Gewaltszenen gefilmt haben. Ab 2005 wird in Österreich das Mitführen von Wildtieren verboten sein, weil es sich dabei um Tierquälerei handelt. Bildmaterial über den Angriff mit Elefanten und von Verletzen bei tierrechte@hotmail.com Dr. Friedrich Landa |
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