Vogelfang als 'Brauchtumspflege' gestrichenDie Salzburger Nachrichten vom Fr. 16. Nov. titeln auf der Kleinformat-Beilage und berichten auf den Seiten 4 und 5 darüber, dass in Bezug auf den Vogelfang nun auch in Oberösterreich "der Begriff 'Brauchtumspflege'...im neuen Naturschutzgesetz gestrichen" wurde. Redakteur Thomas Hödlmoser in den SN: "Was das genau bedeutet, ist noch unklar. Eine entsprechende Durchführungs-Verordnung wird derzeit ausgearbeitet. Aus dem Büro von Naturschutz-Landesrätin Silvia Stöger heißt es, dass künftig maximal vier Vögel pro Person gefangen werden dürfen. ...Vögel nach dem Fang nicht mehr freizulassen, soll untersagt werden. Die Zahl der Bewilligungen im Bezirk Gmunden wird auf 450 beschränkt." Kein vernünftiger Grund für weitere TierquälereiDer "Dachverband der oö Tierschutzorganisationen" gibt sich nicht damit zufrieden, dass die Tierquälerei eingeschränkt werden soll. Aus Tierschutzgründen und nach dem oö. Tierschutzgesetz ist das Einfangen wildlebender Tiere generell verboten, weil die scheuen Tiere dabei Todesängste erleiden. Da der Singvogelfang auch in Oberösterreich nun nicht mehr als Brauchtum gilt, gibt es keinen vernünftigen Grund, warum diese Tierquälerei unter Missachtung der Gesetze zum Schutz der Tiere durch Ausnahmebewilligungen von der Tierschutz(!)-LR Stöger (SPÖ) weiter ermöglicht werden sollte. Solidarität und gerechte Politik für die SchwächerenWenn die Sozialdemokraten groß von Solidarität usw. reden, werden sie sich dort, wo sie an der Macht bzw für Fachbereiche verantwortlich sind, auch als fähig erweisen müssen, eine gerechte Politik für die Schwächeren gegen die Ausbeuter-Lobbys umzusetzen. ...die hom an VoglAuf einem halbseitigen Cartoon in den SN macht sich am Sa. 17. Nov. Wizany über Vogelfänger, 'die an Vogel ham', lustig: "Sing-Sing-Vögel" - Wizanys Zeichnung zeigt einen Vogelfänger, mit Käfig am Rücken, der statt seinem Hirn einen Käfig mit einem eingesperrten Vogel hat. Der Vogelfänger versucht mit einem Schmetterlingsnetz sein Hirn wieder einzufangen, das ihm mit kleinen Flügerln davongeflattert ist. Dr. Friedrich Landa |
|