"Der Volksanwalt"Samstag, 9. Februar 2002, 17:05 Uhr, ORF 2: Bericht über die Schlachthofskandale ca. 17:15Tiere zu Tode gequältNachdem die unerträglichen Zustände in den Schlachthöfen dokumentiert wurden, kam es zu einer Reihe von Anzeigen wegen Tierquälerei. In den Schlachthöfen erwachten Tiere während des Schlachtvorganges aus der Betäubung und wurden brüllend am Förderband hängend bei vollem Bewusstsein aufgeschnitten und zu Fleisch verarbeitet. In der industriellen Massenproduktion werden tagtäglich unzählige Tiere buchstäblich zu Tode gequält! Niemand konnte zur Verantwortung gezogen werdenDer Schlächter wurde bei der Gerichtsverhandlung freigesprochen. Das Gericht befand, dass, wenn dann die Schlachthofbetreiber zur Verantwortung zu ziehen wären. Die Anzeige des Tierschutz-Dachverbandes gegen Schlachthofbetreiber ist von der Staatsanwaltschaft eingestellt worden. Die verantwortlichen Schlachthoftierärzte haben es nicht gewagt, gegen die Missstände vorzugehen, weil sie Repressionen befürchten mussten. (Schlachthoftierärzte werden beim nächsten "Volksanwalt" zu Wort kommen.) Alle Verfahren wegen Tierquälerei beim Schlachten eingestelltDa von den direkt Beteiligten (Schlächter, Schlachthofbetreiber, Schlachthoftierärzte) niemand für die Gräueltaten verantwortlich gemacht werden konnte, hat sich der Tierschutz-Dachverband nun verzweifelt an die Volksanwaltschaft gewandt. Druck der Öffentlichkeit ist notwendig, um das Leid der Schlachttiere zu lindernAm Samstag, 2. Februar wird ORF 2 um 17:05 Uhr in der Sendung "Der Volksanwalt" einen Bericht von Redakteur Klaus Unterberger über die Schlachthofskandale bringen (ca. 17:15). Unter Moderation von Resetarits diskutieren ein Kommerzialrat der Fleischindustrie und Tierschutz-Dachverbandspräsident Dr. Friedrich Landa. Todesangst im SchlachthofWenn der Herr Kommerzialrat meint, es handle sich im Einzelfälle, die durch bessere Kontrollen abzustellen sind, muss ihm entgegengehalten werden, dass Tierärzte und Bauern dem Tierschutz-Dachverband über weitere Gräueltaten aus den Schlachthäusern berichtet haben. Demnach wachen nicht nur Rinder, sondern auch Schweine aus der Betäubung auf und schwimmen im Abbrühbecken herum. Bis zu 70% der Schweine haben bei der Fleischuntersuchung Wasser in den Lungen, dh. sie waren bei der Weiterverarbeitung noch nicht tot! Schlächter gesuchtEine bessere Ausbildung des Schlachthofpersonals ist nur schwer zu realisieren. Schlachthofbetreiber haben in Gesprächen mitgeteilt, wie schwer Personal für diese Arbeit zu finden ist. Es müssen immer wieder neue Leute eingestellt werden, weil die Arbeit des Kopfschlächters von kaum einem Menschen über einen längeren Zeitraum ohne psychischen Schaden erledigt werden kann. Wie können die oft ausländischen Schlächter besser eingeschult werden, wenn sie kaum ein Wort Deutsch sprechen? Damit sich die Situation der Tiere verbessert, müssen die Tierschutzorganisation in die Überwachung von Tierhaltung und Schlachthöfen eingebunden werden. Dr. Friedrich Landa |
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