Tag des Schächtens

    22. Februar: Islamisches Opferfest Kurban Bayram

    Konsequenter Tierschutz hat einerseits darzustellen, dass das Töten und Essen von Tieren aus ethischen, gesundheitlichen, wirtschaftlichen, spirituellen, ästhetischen und vor allem tierschützerischen Gründen abzulehnen ist, gibt es doch ganzjährig eine Überfülle an pflanzlichen Lebensmitteln, die gesund und köstlich und ohne Tierausbeutung nähren. Solange Tiere zur Fleischproduktion getötet werden, hat der Tierschutz sich andererseits dafür einzusetzen, dass dies mit so wenig Leid als möglich geschieht.

    Betäubungsgeräte lindern das Leid

    Die Tierschutzorganisation ANIMAL LIVE arbeitet seit Jahren mit beachtlichem Erfolg daran, Betäubungsmethoden in arabischen Staaten einzuführen und durchzusetzen. Wegen der Aufklärungsarbeit und mit der Unterstützung von islamischen Geistlichen konnte erreicht werden, dass in 140 Schlachtbetrieben mit vom Tierschutz zur Verfügung gestellten Betäubungsgeräten geschächtet wird.

    Arabische Schlachtbetriebe betäuben

    Bei Schafen stellt ANIMAL LIVE Schlachtbetrieben in muslimischen Ländern Elektrobetäubung, sowie eine mechanische Bolzenschussbetäubung zur Verfügung. Zur Betäubung von Rindern wurde eine Schlag-Schussbetäubung entwickelt. Durch das Gerät erhalten die Tiere einen gewaltigen Schlag auf die Stirn, und durch Gehirnerschütterung sollten Bewusstlosigkeit und Schmerzunempfindlichkeit erreicht werden. Im Unterschied zum Bolzenschussgerät werden die Tiere bei diesen Betäubungsgeräten nicht durch ein Einschussloch verletzt und damit "unrein". Wird keine Schlachtung vorgenommern, erwachen die Tiere nach einiger Zeit aus der Betäubung und stehen wieder auf.

    Stumpfe Schuss-Schlagbetäubung

    Der Apparat zur stumpfen Schuss-Schlagbetäubung wurde von der Firma K. Schermer, D-76262 Ettlingen speziell für die rituelle Schlachtung entwickelt. Der Schussbolzen dringt nicht in den Tierschädel ein. Das Gehirn bleibt unverletzt (Das ist auch in Anbetracht von BSE-Risikomaterial in der Blutbahn von Bedeutung). In einer Untersuchung der EU-Kommission brachte die Schlag-Schussbetäubung folgende Ergebnisse: Der Cornealreflex ist bei korrekter Anwendung erloschen. Angeblich sind beim Tier keine Reaktionen mehr vorhanden, weder beim Aufhängen noch beim Ausbluten. Durch diese Betäubungsart können rituelle Schlachtformen mit den Tierschutzbestimmungen in Einklang gebracht werden.

    Hohe Geistliche der Betäubung zugestimmt

    Islamische Autoritäten im Libanon und in der Türkei haben bestätigt, dass die vorherige Betäubung der Schlachttiere nicht dem islamischen Gesetz (Scharia) widerspreche. Hoch einzustufen ist das Gutachten von Mohammed Hussein Fadlallah, 1. Berater der Hsb Allah, (Hisbollah) für die Schiiten der Mufti, dh. der Gesetzgebende, dessen Meinung auch im Iran akzeptiert wird:

    "Im Namen Gottes des Gnädigen, des Barmherzigen - Es gibt keine Einwände gegen die Benutzung des Gerätes zur Betäubung von Schlachttieren... Aber wir haben die Pflicht, wie es auch in der Scharia geschrieben ist und auf deren Einhaltung wir bestehen, dass wir den Tieren während der Schlachtung so wenig Schmerz wie möglich zufügen sollen."

    Mohammed Hussein Fadlallah

    Religiöse Fanatiker wollen Tiere zu Tode quälen

    Dem Tierschutz-Dachverband liegen Dokumente vor, in denen SUNNITISCHE, SCHIITISCHE sowie auch DRUSISCHE Schriftgelehrte in muslimischen Ländern der Betäubung von Schlachttieren zugestimmt haben. Im Nahen Osten sind kulturelle Fortschritte im Tierschutz zu verzeichnen, doch in Europa soll wieder die Barbarei des betäubungslosen Schächtens eingeführt werden. Hierzulande entsteht durch geistige Führer Unruhe, welche die Religionsfreiheit dazu missbrauchen, die Tierquälerei des Schächtens ohne Betäubung für religiöse Fanatiker zu legalisieren.

    Hass gegen Andersgläubige

    Während sich in den arabischen Ländern Behörden, geistliche Autoritäten und Schlachtexperten von der Notwendigkeit des Betäubens vor dem Schlachten überzeugen lassen, glauben gewissenlose Politiker im Abendland unter Berufung auf Menschenrechte und Religionsfreiheit die Tierquälerei des betäubungslosen Schlachtens legalisieren zu können. Dadurch wird der für Tierschutz immer sensibler werdenden Bevölkerung eine berechtigte rationale und emotionale Begründung für Feindlichkeit - wenn nicht sogar Hass gegen Muslime und Semiten geboten.

    Die GRÜNEN sind keine Alternativen mehr

    GRÜNE Politiker haben in letzter Zeit Urteile begrüßt, die gegen die Rechte der Tiere gefällt wurden. Das gehört in aller Schärfe kritisiert, weil die GRÜNEN ursprünglich als alternative Partei zur Natur- und Tierausbeutung gegründet wurden. Die Wähler fragen sich entsetzt, wieso, nachdem sich die GRÜNEN einigermaßen etabliert haben, eine solch gewalttätige Politik betrieben wird. Für Frieden, Umwelt- und Tierschutz und gegen Atomkraft setzen sich inzwischen andere Parteien vehementer ein, während den GRÜNEN hauptsächlich Finanz- und Ausländerpolitik und vor allem der Polittratsch wichtig zu sein scheint. Tiere haben keine Wählerstimmen, und so machen sich linkslastige GRÜNE dafür stark, ihrer Wählerlobby die Tierquälerei des betäubungslosen Schächtens zu ermöglich.

    Betäuben und Schächten

    Das betäubungslose Schächten von Tieren ist unbeschreiblich schmerzhaft. Dora Hardegger von ANIMAL LIVE: "Tieren bei vollem Bewusstsein die Kehle zu durchschneiden ist genauso grausam, wie wenn Menschen bei Anschlägen und Verbrechen der Hals mit einem Messer aufgeschnitten wird." Die Bilddokumentation zeigt, wie der Schächter 13 mal hin- und her säbeln muss, um die lederstarke Haut zu durchtrennen. Der leidvolle Todeskampf dauert lange Minuten...

    Illegale rituelle Schlachtungen in Hinterhöfen

    "Die rituelle Schlachtung eines Hammels lebt in der heutigen Form des Opfer-Festes Kurban Bayram fort. Dafuer gibt es eine Reihe von Vorschriften: Das Tier muss geschaechtet werden, also ausbluten. Schlachtet man einen Hammel zu Ehren eines Toten, so muss dies am ersten Tag des Bayrami geschehen. Das gesamte Fleisch wird in diesem Fall dann an Arme verschenkt. Die Armen, das muessen keine Tuerken sein, das kann jeder sein. Wer fuer sich selbst einen Hammel schlachtet, kann dies waehrend der drei Feiertage tun. Die rituelle Schlachtung aber schreibt Schaechten vor. Es bleiben also nur abgelegene Orte oder die heimlich gemieteten Garagen, Waschkuechen oder sonstige Abstellraeume."

    Tierquälereien und Gesetzesbruch am 22. Februar

    Wie dem Tierschutz-DV vom Büro des Veterinär-Landesrates mitgeteilt wurde, hat LR Dr. Achatz anlässlich des islamischen Opferfestes Kurban Bayram (Ende der Woche) Veterinärdirektor Wampl angezeigt, "dass trotz des bestehenden Verbotes in Oberösterreich Schafe von Privaten und Schlachthöfen ohne Betäubung geschächtet werden". Dafür gäbe es zahlreiche Hinweise. Mittels Erlass werden die Bezirkshauptmannschaften zu verstärkten Kontrollen aufgefordert. Durch entsprechende Plakate in Türkisch und Serbokroatisch soll in Schlachthöfen und bei Schafzüchtern auf das Schächtverbot hingewiesen werden. LR Dr. Achatz: "In Anbetracht des bevorstehenden Festes ist es erforderlich, rasch tätig zu werden."

    Geschächtetes undeklariert in Fleischvitrinen

    Wird in Europa den Religionsfanatikern die Tierquälerei des betäubungslosen Schächtens gestattet, verzehren auch die meisten Fleischkonsumenten, ohne sich dessen bewusst zu sein, Leichenteile von langsam zu Tode gequälten Tieren. Manchen Sekten gilt der hintere Teil der geschächteten Tiere als "unrein". Da sie aus religiösen Gründen nur die vorderen Stücke verzehren, wird der Rest der geschächteten Tiere von der Fleischindustrie an Ungläubige, an Christen verkauft, die auch den für Orthodoxe "unreinen" Abfall essen.

    "Du sollst nicht töten!"

    Da auch durch Schächten bei vollem Bewusstsein bis zum letzten Herzschlag keine vollkommene Entblutung erreicht werden kann und immer ein Rest an Blut in den Körperteilen zurückbleiben wird, können die Kadaverteile, wie sie im Supermarkt angeboten werden, strenggenommen niemals als "REIN" bezeichnet werden. An allem Fleisch klebt innen Blut! Darum kann Gläubigen nur empfohlen werden, konsequenterweise kein Fleisch zu essen. Wer aus religiösen Gründen kein Fleisch isst, verstößt auch nicht gegen das Gebot: "Du sollst nicht töten!"

    Paradiesische Nahrung

    Gläubige Menschen tun gut daran keine Tiere für sich Schächten zu lassen. Wer hofft, künftig im Paradies leben zu können, darf nicht selber töten oder für sich töten lassen. Eine Bestie im Paradies - und schon ist es zerstört. Es sind wir Menschen und im besonderen auch Gläubige, die diese Erde zur Hölle machen, vor allem durch die rücksichtslose Ausbeutung der Mitgeschöpfe. Auch in unserer heimischen modernen Schlachthauszivilisation werden trotz ausgeklügelter Schlachtmethoden und vorhergehender Betäubung immer wieder Tiere bei lebendigem Leib und vollem Bewusstsein zu Tode gequält, wenn sie während des Schlachtvorganges am Fließband hängend aus der Betäubung erwachen. Fleisch kaufen heißt: Gewalt gegen Tiere in Auftrag geben!

    Bilddokumentation Schächten
    Bildreportage (c landa@tierschutz.cc)
    "Kebab von geschächteten Tieren"
    Videodokumentation
    Schächten bei vollem Bewusstsein

    Dr. Friedrich Landa
    Tierschutz-Dachverbandspräsident
    +43 66 43 43 43 66


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