Land OÖ verhindert EUregio-Förderungen

    Nachdem es engagierten Menschen gelungen war, die EU von der Förderungswürdigkeit eines bewusstseinsbildenden Projektes zu überzeugen, sorgen selbstbezogene Verantwortliche des Landes OÖ dafür, dass EU-Förderungen nicht ausbezahlt werden:
    Das Land Oberösterreich verhindert EU-Mittel für Projekte, indem sie für nicht förderungswürdig erklärt werden, obwohl das Land diese selbst seit Jahren unterstützt!

    EU wollte zukunftsweisendes Projekt fördern

    Im April 2001 war für das Projekt "Tierschutz im Unterricht" um Förderungen aus der EU-Gemeinschaftsinitiative INTEREGG IIIA Österreich - Deutschland/Bayern angesucht worden. Der Tierschutzunterricht wurde dem EUregio Arbeitskreis "Umwelt, Natur und Landwirtschaft" vorgestellt und die anwesenden Fachleute waren von dem Projekt so begeistert, dass sogleich Mittel aus dem Dispositionsfond Intereg II vorab zur Verfügung gestellt wurden, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit vorzubereiten. Die EU war bereit, auch wenn sie durch ihre Subventionspolitik indirekt Tierquälerei begünstigt, dennoch Mittel für die Sensibilisierung des Bewusstseins der Bevölkerung für den Schutz der Tiere zur Verfügung zu stellen.

    Tierschutz im Unterricht

    macht Kinder und Jugendlichen ihrem Alter und ihrer Reife entsprechend behutsam mit den Tierschutzthemen vertraut. Nur wenn die Menschen darüber informiert sind, welchen Unterschied es für die Tiere bedeutet, ob sie zB in einer Hühnerbatterie, in Boden- oder in Freilandhaltung ihre Eier legen können, werden sie bereit sein, für tierschutzgerechtere Quälität auch einen entsprechenden Preis zu zahlen. Wer schon in jungen Jahren gelernt hat, wie es für die Tiere ist, in Tierkonzentrationsbetrieben ausgebeutet zu werden, wird erst gar nicht auf die Idee kommen, Billigstprodukte, die unter Tierquälerei erzeugt wurden, zu kaufen. Aber nicht erst die nächste Generation von Konsumenten ändern durch den Tierschutzunterricht das Konsumverhalten: Wie beim Umwelt- wird auch das Tierschutzbewusstsein durch die Jugend in die Haushalte getragen. Die Kinder machen ihre Eltern darauf aufmerksam, dass der Kauf von Legebatterie-Eiern unsägliches Tierleid verursacht und berichten, was sie im Tierschutzunterricht gelernt haben.

    EU-weite Tierschutz-Bewusstseinsbildung

    Mit Mitteln aus dem Dispofond wurden Vorbereitungen getroffen, um ab dem Jahr 2002 in der INN-SALZACH-EUREGIO in einem Pilotprojekt "Tierschutz im Unterricht" grenzüberschreitend in Oberösterreich und Bayern anbieten zu können. Wenn sich die internationale Zusammenarbeit bewährt, würde zunächst in allen Grenzregionen und schließlich EU-weit "Tierschutz im Unterricht" in Zusammenarbeit mit jeweils lokalen Tierschutzorganisationen einheitlich angeboten. Es sollte erreicht werden, dass mit der EU-Osterweiterung in den neuen Mitgliedsländern das Tierschutzbewusstsein in der Bevölkerung – sowohl bei Produzenten als auch Konsumenten – sensibilisiert wird, damit der Tierschutz nicht nur in den EU-Gesetzen festgeschrieben steht, sondern von allen EU-Bürgern aufgrund einer entsprechenden Informiertheit auch mitverantwortet wird.

    Ö. Politiker gegen EU-Förderungen

    Diese gemeinnützige Initiative wurde nun vom Land OÖ torpediert. In einem Schreiben von Dipl.-Ing. Schrötter der Abteilung 'Überörtliche Raumordnung' wurde mitgeteilt, dass das "Projekt nicht förderwürdig im Sinne... der bildungspolitischen Zielsetzungen des Landes Oberösterreich ist. Im Einvernehmen mit der Abteilung Bildung... wurde festgestellt, dass das Thema Tierschutz auf Grund seiner eminenten Bedeutung in den Lehrplänen aller Schulformen in Oberösterreich entsprechend verankert ist... und daher darüber hinaus gehende Formen der Wissensvermittlung nicht für eine Förderung im Sinne der Oberösterreichischen Bestimmungen vorgesehen ist."
    Lehrkräfte, die speziell ausgebildete Tierschutzlehrer in ihre Klassen einladen, betonen in den Rückmeldebögen immer wieder, wie wichtig es ist, dass unserer Jugend diese Ethik-Themen von Personen vermittelt werden, die sich glaubwürdig für den Schutz aller empfindsamen Lebewesen einsetzen.

    Fragwürdige Förderungsablehnung

    Wie fragwürdig die Begründung der Förderungsablehnung für EU-Mittel ist, zeigt der Umstand, dass das Projekt "Tierschutz im Unterricht" in den letzen Jahren vom Land Oberösterreich, Abteilung für Bildung, Jugend und Sport (von Bildungsreferent LH Pühringer persönlich), und danach von der für Tierschutz zuständigen LR Dr. Silvia Stöger gefördert wurde und wird.

    Land lehnt EU-Mittel ab, für ein Projekt, das es selbst fördert

    Das hört sich an wie ein Schildbürgerstreich: Das Land Oberösterreich bezeichnet Projekte, die seit Jahren gefördert werden, für nicht förderungswürdig und verhindert dadurch, dass EU-Mittel für die Arbeit in Oberösterreich und darüber hinaus zur Verfügung stehen.

    Eitelkeit der Politiker verletzt?

    Warum werden EU-Förderungen im eigenen Land verhindert? Tierschützer haben in letzer Zeit Skandale aufgedeckt, für die gerade jene Politiker verantwortlich sind, die auch bezüglich der Subventionsanträge das letzte Sagen haben. Könnte es sein, dass der für Bildung zuständige LH Pühringer sich vom Tierschutz persönlich kritisiert fühlt und aus Eigendünkel eine EU-Unterstützung verhindern will?

    Bildungsreferent LH Pühringer für Tierquälereien verantwortlich

    LH Pühringer wurde vom Tierschutz kritisiert, weil er sich nicht dafür einsetzt, dass die Tierquälerei des Singvogelfangens endlich auch in OÖ verboten wird. Der Dachverband der oö. Tierschutzorganisationen hat erreicht, dass wegen des Vogelfangs ein EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen die Republik Österreich eingeleitet wurde. In einer Verordnung zum neuen Naturschutzgesetz soll der Vogelfang wieder gestattet werden. Landespolitiker die unfähig sind, die Gesetze dem verfeinerten Bewusstsein der Bevölkerung für die Rechte der Tiere entsprechend anzupassen, müssen mit Kritik rechnen.

    Pühringer vom Internationalen Gerichtshof für Tierrechte in Genf verurteilt

    Beim Internationalen Gerichtshof für Tierrechte in Genf wurden LH Pühringer und andere Politiker namentlich verurteilt, wegen ihrer Verantwortung dafür, "dass in österreichischen Tiermastbetrieben und Schlachthöfen monströse Tiergreuel stattfinden können, deren Urheber vor gerichtlicher Verfolgung geschützt werden."

    Pühringer gegen Tierschutz

    Pühringer ist ua für die Bildung im Land zuständig und die "Abteilung für Bildung, Jugend und Sport" hat sich jetzt dagegen ausgesprochen, dass der Tierschutz von der EU die beantragten Fördermittel erhält.
    Soll, wer es wagt, den Herrn Landeshauptmann zu kritisieren, auf diese Weise mundtot gemacht werden?

    Tierschutz unbestechlich im Einsatz für die Tiere

    Wir Tierschützer lassen uns nicht durch in Aussicht gestellte Förderungsmittel bestechen! Der Tierschutz in Oberösterreich arbeitet nicht für Geld! Tierleid und Missstände werden aufgezeigt, wo und von wem auch immer sie begangen und geduldet werden. Wenn PolitikerInnen Nachhilfeunterricht in Sachen Tierschutz benötigen, wird der erteilt, ohne sich von Macht oder Finanzkraft beeindrucken zu lassen.

    Unterstützung für einen unabhängigen Tierschutz

    Wir arbeiten unbeirrt weiter! Unsere Tätigkeit wird schon bisher mit Hilfe von Förderern und Freunden aufrecht erhalten, denen der Schutz der Tiere eine Gewissensangelegenheit ist. Wer einen von Politik und Fleischlobby unabhängigen Tierschutz unterstützen möchte, ist eingeladen, auf das Ö. Spendenkonto 5016092 der RB Hausruck Süd BLZ 34190 (für D: Konto Nr. 283851 der VolksRB Berchtesgadener Land BLZ 710 900 00) lautend auf "Tierschutz im Unterricht" seinen Beitrag zu übermitteln.

    Dr. Friedrich Landa
    Tierschutz-Dachverbandspräsident
    +43 66 43 43 43 66


    zurück

    Nach oben