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Dr. Josef Pühringer ist nicht nur Landeshauptmann von Oberösterreich, er hat auch die Verantwortung für Landwirtschaft und Bildung im Land übernommen. Da er unfähig ist, bei dieser Ämteranhäufung auf seine Person eine Arbeit zur Zufriedenheit der davon Betroffenen zu leisten, fordert der Dachverband der oö. Tierschutzorganisationen den Rücktritt von LH Pühringer als Agrarreferent. Agrar-Landesrat wegrationalisiertOberösterreich - so verkündet Pühringer stolz - sei schuldenfrei gemacht worden. Ein eigener Landesrat, der für die Landwirtschaft zuständig wäre, ist einfach eingespart worden. Der Landeshauptmann persönlich hat das Agrarreferat übernommen und wäre somit Ansprechpartner für die landwirtschaftlichen Angelegenheiten. In oö. Tierhaltung und Schlachthäusern wurden in den Jahren, seit LH Pühringer für den Agrarbereich zuständig ist, von der EU-Kommission und vom Tierschutz entsetzliche Missstände aufgedeckt. Unerträgliche Zustände in Nutztierhaltung und SchlachthäusernOberösterreich ist international dafür bekannt geworden, dass im Schlachthaus Tiere am laufenden Band wieder aus der Betäubung aufgewacht sind und bei vollem Bewusstsein zu Fleisch verarbeitet wurden, und dass in der oö. Tierhaltung den Schweinen bei lebendigem Leib die Beine abfaulten und die Tierquälereien nicht abgestellt werden konnten. Pühringer wegen Tiergräuel in Genf verurteiltBeim Internationalen Gerichtshof in Genf wurde, zusammen mit anderen österreichischen Politikern, Landeshauptmann Josef Pühringer namentlich dafür verantwortlich gemacht, "dass in österreichischen Tiermastbetrieben und Schlachthöfen monströse Tiergreuel stattfinden können, deren Urheber vor gerichtlicher Verfolgung geschützt werden." Für Tierschutz keine ZeitDer Dachverband der oö. Tierschutzorganisationen versucht seit mehr als einem Jahr einen Termin bei Pühringer zu bekommen, um ihn - als obersten für Veterinärangelegenheiten zuständigen oö. Politiker und als Agrarrefent - über die Missstände zu informieren und mit ihm Möglichkeiten zur Verbesserung des Nutztierschutzes im Land zu besprechen. Während alle anderen politisch verantwortlichen Landesräte und auch die Behörden und Gerichte, sowie die Fraktionen aller im Landtag vertretenen Parteien großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Tierschutz-DV zeigten, wurde eine Aussprache vom Büro Pühringer monatelang immer wieder hinausverzögert. Schließlich teilte Frau Kepplinger vom Büro Landeshauptmann Dr. Pühringer mit, dass im nächsten halben Jahr kein Treffen mit dem Tierschutz-DV möglich sei, weil der LH wichtige andere Aufgaben (zB den Vorsitz in der Landeshauptleutekonferenz) übernommen habe und keine Termine vergeben werden können. Bauern und Tiere nicht geschütztWenn Pühringer keine Zeit für die Landwirtschaft hat, weil er als LH so viele wichtigere Termine wahrzunehmen hat dann möge er doch die politische Verantwortung für diesen wichtigen Bereich einer Persönlichkeit überlassen, die sich wirklich für den Schutz der Bauern vor der EU-Ost-Erweiterung und den Schutz der Tiere vor Misshandlungen in der Tierhaltung und in den Schlachthäusern einsetzt. Weil Dr. Josef Pühringer als überlasteter Landeshauptmann diese Aufgabe nicht erfüllen kann, fordert der Dachverband der oö. Tierschutzorganisationen seinen Rücktritt als Agrarreferent. IllustrationenAus Haderer's feinem Schundheftl: "LANDA BÄR"und "Herr LH warum bitzeln sie?" MOFF Nr. 30; Scherz und Schund-Verlag, Neukirchen. Mit freundlicher Genehmigung von G. Haderer. Kommentar: "Besser der Landeshauptmann hört auf zu bitzeln und sorgt dafür, dass die Missstände behoben werden." ![]() Dr. Friedrich Landa |
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