Verherrlichung der Jagd ausgepfiffen

    Bei Jägermessen am 10.10.02 im Wiener Stephansdom und 13.10. in Salzburg wurde gegen das hinterhältige Töten von Tieren und auch dagegen demonstriert, dass die Katholische Kirche diese Lustmorde feierlich absegnet.

    Ungerechtigkeiten gegen Mensch und Tier

    Die Katholische Kirche hatte schon immer eine Faszination für Gewalttätigkeit. Früher wurden bei Kreuzzügen und Inquisition Andersgläubige zu Tode gequält. Bei der Jagdmesse wurde ein vorsätzlich getöteter Hirsch vor den Altar geschleppt und ihm nach der "Feierlichkeit" der Kopf mit der Trophäe abgeschnitten.

    Toter Hirsch und Soldat vorm Altar aufgebahrt

    Hinter der Bahre mit dem toten Hirschen wurde - aus Protest gegen diesen Tierleichenmissbrauch für zweifelhafte religiöse Praktiken und gut geschützt von der Exekutive - ein erlegter Soldat mit Wildschweinkopf zur Hubertuskapelle in Salzburg-Aigen hinaufgetragen. Der Landeshauptmann und andere Ehrengäste ließen sich auch durch den Regen nicht davon abhalten, dem grotesken Treiben beizuwohnen. (siehe Bilddokumentation)

    Denn sie töten nicht nur Menschen

    Einer der Jäger meinte zu dem aufgebahrten Soldaten mit Eberkopf: "Das war ein Unfall! Da müsstet ihr auch demonstrieren, wenn jemand einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hat." Tierschützer: "Und der tote Hirsch, war das auch ein Unfall?"
    Jäger: "Aber ihr esst doch auch Fleisch von Tieren die im Schlachthaus noch viel grausamer getötet werden!"
    Demonstranten: "Kein Tierschützer wird seine Freunde für sich abschlachten lassen."
    Die Jäger haben keine Ahnung von einem konsequenten Tierschutz!

    Tödliche Heckenschützen lauern in unseren Wäldern

    Warum sind die Jäger bloß so scharf darauf, völlig wehrlose und unschuldige Geschöpfe tödlich zu treffen? Steckt da dieselbe geistige Gestörtheit dahinter, wie bei dem Mordschützen in Washington? Es wird vermutet, dass es sich dabei um einen Jäger, ehemaligen FBI-Scharfschützen oder Soldaten handelt. Was lässt Menschen andere empfindungsfähige Wesen killen?

    Feiger Mord eines Geisteskranken

    "Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit", hat schon Theodor Heusss, der 1.Bundespräsident Deutschlands festgestellt.

    Jagdhornbläser ausgepfiffen

    Die Verherrlichung des, für die Tiere des Waldes Todesangst verursachende, für geistesgestörte Menschen so lustigen Hetz-Jagens, durch Jagdhornbläser vor dem Wiener Stephansdom wurde durch Buhrufe "feige Lustmörder" und Trillerpfeifkonzerte übertönt.

    Todesstrafe für Gamsbartträger

    Kommentar eines geschreckten Jägers im Klangtumult: "Was uns da erst bei einer ROT-GRUENEN Regierung ins Haus steht!" Den versammelten Jägerinnen und Jägern wurde die freie Meinung der Tierschützer auf unzähligen Plakaten mitgeteilt: "Jagd ist Terror gegen Tiere!"

    Gewaltherrschaft über die Tiere

    Die anschließende Jägermesse im Dom zu St. Stephan zelebrierte Weihbischof Dr. Schwarz als "Erntedankfest". Der hohe geistliche Würdenträger hinterfragte den biblischen Herrschaftsauftrag: "...unterwerft sie und herrschet über alle Tiere!"

    Neigung zum Bösen

    Die Jäger ermahnte der Weihbischof der Erzdiözese Wien, "vornehm zu herrschen und zu unterwerfen" und "sorgsam Verantwortung zu tragen". Die Tiere und die ganze Natur seien der Fürsorge des Menschen anvertraut. Er sollte der Schöpfung dienen und die Tiere hegen und pflegen. Allerdings bestehe seit dem Sündenfall eine "Neigung zum Bösen".

    Mögen alle Jäger dem Hl. Hubertus nachfolgen

    Besonders interessant war eine Fürbitte aus der Jägerschaft: "Gib allen jenen, die Jagen ohne berufen zu sein, Einsicht - und lasse sie dem Heiligen Hubertus nachfolgen." Dieser hat bekanntlich nach einem spirituellen Jagderlebnis der Tierhetze abgeschworen:

    Hl. Hubertus: Patron der Jagdgegner

    Nachdem er einen besonders prächtigen Hirschen lange Zeit nachgestellt hatte, erschien ihm das Tier mit flammendem Kreuz zwischen dem Geweih und es ertönte die Frage: "Warum verfolgst du mich?" Diesem Jäger verging daraufhin seine Lust aufs Tiere-Morden, er änderte seine Lebensweise und wurde zum Heiligen Hubertus.

    Verdrängung der Schuld

    Ausgerechnet diesen Mann verehren die Jäger als "ihren" Heiligen und Schutzpatron. Alles ethische Empfinden wird auf diese Weise ins Unbewusste verdrängt und die Jäger können kaum Einsicht dafür aufbringen, dass sie den Tieren des Waldes Terror, Verfolgung und Tod bedeuten. Sie bezeichnen ihre erlegte Beute als "Guten Anblick".

    Die Opfer leiden und die Täter feiern vorm Altar

    Die Täter können sich meist nicht in die Lage der Opfer versetzen, wenn zB nach einer Treibjagd unzählige Tiere an den Verletzungen langsam zugrunde gehen. Kaum jemand sieht das Elend, weil sich die angeschossenen Tiere in ihrer Todesangst versteckt halten, bis sie verendet sind.

    Schuldbekenntnis ohne dem Vorsatz nur noch GUTES zu tun

    Die Jäger haben bei ihrer Messe im Dom im Schuldbekenntnis auch Abbitte geleistet: "Ich bekenne, dass ich ... Böses getan habe. Ich habe gesündigt... Durch meine Schuld...", tönte es aus unzähligen Jägerstimmen durch den Dom. Wäre dies kein bloßes geistloses Nachplappern, könnte es durch Gewissenserforschung zu einer Einsicht wie beim Hl. Hubertus kommen, förderhin nicht mehr zu töten: "Gehet hin in Frieden!"

    Anstatt Liebe und Mitgefühl zu leben...

    Im Namen der christlichen Religion werden noch immer Frauen diskriminiert, Waffen gesegnet und nicht nur Tiermörder erhalten moralische Unterstützung: "MACHT euch die Erde, und alles was da kreucht und fleucht, untertan!" Im Christentum wird ein Symbol verehrt, an dem jener Mensch zu Tode gefoltert wurde, der Barmherzigkeit statt Blutopfer forderte.

    Terror im Namen Gottes

    Unter der Bitte um Segen seines christlichen Gottes will der Präsident des mächtigsten Schurkenstaates der Welt einen neuen Krieg beginnen. Sein Vater hatte schon vorher dafür gesorgt, dass zwar die Bevölkerung bombardiert wurde, die Schurken im Bunker aber unbehelligt blieben.

    Selbstregulation der Natur

    Da Jäger und Tierschützer offensichtlich viel zu wenig von einander wissen, sollten sie mehr miteinander sprechen. Die Jäger halten es nicht für möglich, dass die Natur fähig ist, sich auch ohne Eingriffe des Menschen zu regulieren. Es gehört diskutiert und erforscht, welche Möglichkeiten es gibt, dass sich der Wildbestand ohne Schaden für die Wälder auf natürliche Weise selbst reguliert, ohne dass dabei durch Hunger neues Leid für die Tiere entsteht.

    Jäger(!)ragout ist falsch verstandene Tierliebe

    Die meisten Jäger verstehen sich als Heger und Pfleger, Bewahrer der Naturräume und auch als Tierschützer. Sie behaupten, dass sie die Tiere lieben - oder lieben sie die Lust beim Töten? Im Unterschied zum Natur- und Artenschutz bedeutet konsequenter Tierschutz: jedes individelle empfindsame Lebewesen vor vermeidbarem Leid und Lustmord zu schützen.












































    Dr. Friedrich Landa
    Tierschutz-Dachverbandspräsident
    +43 66 43 43 43 66


    zurück

    Nach oben