Pferdeschlachttransporte Maishofen-Italien

    Pferdeversteigerung Maishofen und Internationale Schlachtpferdetransporte

    Bei der großen Pferdeversteigerung am 29.10.02 in Maishofen im Salzburger Land wurden jene Pferde die für Zucht und Gebrauch ungeeignet oder zu alt waren, an Schlachttierhändler verkauft. Der Tierschutzdachverband hat zusammen mit Animal Spirit und Animal Peace heftig dagegen demonstriert, dass die meisten dieser Tiere mit internationalen Tiertransporten nach Italien zum Schlachten verschleppt werden.

    Zusätzliche Tierquälerei

    Pferdeliebhaber, die Fohlenüberschuss und unbrauchbar gewordene Tiere an die Schlachthäuser in Süditalien ausliefern, verursachen nicht nur Tiermord! Gibt es etwas inhumaneres als die eigenen Freunde brutalen Schlächtern ans Messer zu liefern? Es gibt eine noch größere Gemeinheit: Wenn die verratenen Freunde und zum Tode verurteilten Pferde durch einen leidvollen Transport zusätzlich gequält werden.

    Schlachtpferdetransporte

    Ein junger Landwirt hat erklärt, warum das so abläuft: "Die überschüssigen Fohlen und alten Reitpferde werden in tierquälerischen Tiertransporten bis in den Süden Italiens verbracht, weil es hierzulande fast keine Pferdemetzgereien mehr gibt. Wer bei uns ein Pferd oder gar ein Fohlen schlachtet, der gilt als Tier- und Kindermörder!"

    Tiere gehen nicht freiwillig ins Schlachthaus

    Die Tierhalter sollten ihre Freunde auf ihren schweren letzten Weg ins Schlachthof begleiten, damit sie mit eigenen Augen sehen, mit welcher Brutalität die sensiblen Tiere auf die Schlachtbank gezwungen werden müssen. Durch die Anwesenheit der Bauern bei der Schlachtung könnten unnötige Quälereien verhindert werden.

    Verdrängtes Tierleid

    Aus Angst und Feigheit vor der brutalen Wirklichkeit der Schlachthöfe, bei Pferden so verharmlosend "Abdeckerei" genannt, werden die Tiere ins Ausland verkauft, um das Elend der Schlachtpferde nicht mitansehen zu müssen. Die Demonstrationen der Tierschützer dienen dazu, an diese unerträgliche Brutalität zu erinnern.

    Verdrängte Leidverursachung bewusst machen

    Die Aktivisten von "animal peace" riefen den Bauern lautstark ins Gedächtnis: "Fleisch ist ein Stück ermordetes Tier - es hat gelebt, geatmet, so wie wir" "Wer von Tiermord profitiert - dem sei die Pleite garantiert"

    Skrupellose Tierliebhaber

    Fast jeder bezeichnet sich als Tierfreund. Der Spruch: "Wenn's um's Geld geht, hört sich die Freundschaft auf!" gilt meist leider auch für jene, die sich "Freunde der Tiere" oder "Tierliebhaber" nennen. Denn beim Pferdehandel geht es um viel Geld!

    Tötung von Tieren zur Gewinnung von Nahrung verboten

    Haustiere sind unsere Freunde. Wer Katzen und Hunde schlachtet und verspeist, wird bei uns als Tiermörder angesehen. Durch unsere Tierschutzgesetze ist "die Tötung von Hunden und Katzen zur Gewinnung von Nahrung, Fell oder sonstigen Produkten" verboten.

    Salami-Freundschaft

    Katzen, Hunde und Pferde haben eine besondere Beziehung zum Menschen. Zu den Pferden besteht eine enge emotionale Verbundenheit. Die meisten Tierhalter können nur schwer ertragen, dass ihre einstigen Freunde und Partner zu Salami verwurstet werden. Das Gewissen drückt schwer. Wenn irgendwie vermeidbar, sollten Tiere nicht gequält und getötet werden.

    Mitgefühl für alles Empfindsame

    Was für Katzen und Hunde schon im Gesetz festgeschrieben steht, das verspürt fast jeder, wenn ein Fohlen in das Schlachthaus gezerrt wird. Sind Gewissen und Mitgefühl fein entwickelt, gilt das, was für unsere Haustiere selbstverständlich ist, auch für Kälber, Schweine und überhaupt alle empfindsamen Lebewesen: Du sollst sie nicht für dich töten lassen!

    Falsche Freunde

    Tierfreunde, die ihre Freunde verkaufen und in fremden Ländern - damit sie das Elend nicht mitansehen müssen - schlachten lassen und Fleisch konsumieren, haben ihre Freunde im wahrsten Sinne des Wortes "zum Fressen gerne"! Wer Fleisch isst, kann kein Tierfreund sein. Er liebt nur das Vergnügen, das ihm die Tiere bereiten.

    Bauern bestehlen Tiere

    Offenbar finden es die Bauern auch noch witzig, wie sie mit ihren Mitgeschöpfen umgehen. Denn in den Maishofner Stallungen des Rinderzuchtverbandes Salzburg hängt ein Plakat mit einem Ausspruch von Robert Lembke, der die Ausbeutung der Tiere ironisch hinterfragt: "Es stimmt gar nicht, dass die Kühe Milch geben. Die Bauern nehmen sie ihnen einfach weg."

    Wahre Freundschaft

    Es gibt auch Gutes von der Pferdeversteigerung zu berichten. Tierschutzorganisationen haben Pferde freigekauft. Beeindruckend war, wie der Tierleid-Dokumentarfilmer Manfred Karremann während der Filmaufnahmen immer wieder seine mitgebrachten "Leckerle" an kleine und riesige Pferde verschenkte und schließlich eine alte Stute vor dem Transport nach Süditalien und dem Schlachten rettete.

    Dr. Friedrich Landa
    Tierschutz-Dachverbandspräsident
    +43 66 43 43 43 66



    Presseaussendung der Tierrechtsorganisation "Animal Spirit", die zusammen mit "animal peace" aus Deutschland mit einer spektakulären Aktion gegen die alljährliche Versteigerung von Fohlen in Maishofen (Sbg.) demonstrierten: Hintergrund der Aktion war, daß jedes Jahr auf mehreren großen Auktionen etliche hundert Haflinger- und Noriker-Fohlen sowie nochmal so viele erwachsene Tiere an Pferdehändler, vorwiegend aus Italien, versteigert werden. Vor kurzem waren diese Fohlen noch die Lieblinge und Streicheltiere von zahlreichen ahnungslosen Touristen, jetzt im Herbst sind sie nur noch "Ausschußware". Hunderte von Fohlen werden bei diesen Auktionen erstmals brutal von ihren Müttern getrennt, mit Hilfe von Elektroschocks und Schlägen auf die Transporter geladen und die meisten dann über Stunden in Richtung Süditalien transportiert.
    Den Sommer über wurden sie als Touristenattraktion gehalten und sogar extra dafür gezüchtet, wohl wissend, daß sie im Herbst nur noch "Überschußware" sein würden. Zuchtverbände empfehlen nämlich nach wie vor, niemals eine Stute "leer stehen" zu lassen. Nach Saisonende werden die erst wenige Monate alten Tiere dann auf den Versteigerungen an die Händler verkauft, stundenlang transportiert, noch einige Wochen in qualvoller Enge "aufgemästet" und in weiterer Folge geschlachtet; denn für die in Massen "produzierten" Hengstfohlen besteht hierzulande kein Bedarf. In Italien jedoch gilt Pferdefleisch, v.a. das junger Tiere, noch immer als "Delikatesse".

    Zur Aktion: "Animal Spirit" und "animal peace" hatten am 29.10.02 ab 10.00 Uhr im Rahmen einer angemeldeten Kundgebung vor dem Auktionsgelände in Maishofen (Sbg.) symbolisch "den Spieß umgedreht" und als Pferde verkleidete Aktivisten haben Menschen so brutal behandeln, wie dies üblicherweise mit den Fohlen geschieht.

    Digital-Videomaterial über den brutalen Umgang der Händler mit den Pferden kann bereits vorab kostenlos bestellt werden unter Tel./Fax (+49) 089-501413.
    Rückfragehinweis: Dr. Franz-Joseph Plank, Animal Spirit, (+43) 0676 / 708 24 34.
    Animal Spirit Zentrum für Tiere in Not
    PSK, BLZ 60.000, Kto. 75.694.953
    Email: office@animal-spirit.at Web: www.animal-spirit.at


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