Todesspritze für ausgesetzte Tiere

    Leserbrief zu: Tierheim oder Todesspritze

    Der Tierschutzdachverband stellt klar, dass in den Tierheimen unsere Mitgliedsorganisationen keine Tiere mit Giftspritze "entsorgt" werden.

    Bezirkskammerbauernobmann Leo Steinbichler hat sich mit dem Vorschlag, anstatt endlich ein Tierheim für den Bezirk Vöchlabruck zu errichten, die herrenlosen Tiere besser mit Giftspritze zu beseitigen, in die Nesseln gesetzt. Seiner Meinung nach ist mit einem herrenlosen Hund so verfahren: "Wird er nach einem Monat Aufbewahrung nicht abgeholt, sollte er per Spritze eingeschläfert werden." (OÖN vom 18.2.)
    In der Sendung OÖ-Heute wurde er gefragt, wie er denn eine solche Einstellung zum Tier rechtfertige. Der ÖVP-Mandatar verwies lächelnd, mit einem Hündchen am Arm, auf die Kühe im Stall: Seit über dreißig Jahren habe er mit Tieren zu tun ...

    Jetzt sollen also auch die Haustiere, sobald sie dem Menschen nicht mehr nutzen oder ihm lästig geworden sind, getötet werden. Genau diese Einstellung der Bauern(funktionäre) gegenüber den ihnen anvertrauten Tieren versucht die Tierrechtsbewegung zu hinterfragen. Tiere sind empfindsame Lebewesen, ähnlich wie wir Menschen, mit einem Recht auf ihr Leben! Abgesehen von Bauern, Viehhändlern und Schlachthausbetreibern empfindet auch der Großteil der Bevölkerung so, wie die Leserbriefe zum Thema zeigen. Sehr trefflich formuliert ein Leserbrief:
    "Was die Bauern nicht essen können, das mögen sie auch nicht..." (OÖN vom 18.2.)

    Dr. Friedrich Landa
    Tierschutz-Dachverbandspräsident
    +43 66 43 43 43 66


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